Mourning Beloveth 'The Sullen Sulcus'

Wieder einmal tut sich der Schlund von Verzweiflung und Höllenpein und dem Weltuntergang an sich - kurz Doom – ganz tief auf und spuckt eine Band aus namens Mourning Beloveth.

Was diese uns bietet ist in der Tat gnadenlos verzweifelter Doom Metal, der alle zugehörigen Attribute erfüllt: Deep –slow –hard und außerdem lang, bereits der Opener „The Words That Crawled“ ist über 12 Minuten lang. Der Gesang ist tief, grunzend und gepeinigt, unterbrochen von gelegentlichen Sprech- oder (relativ klaren) Singparts. Die Gitarren tun ihre vom Doom Metal verlangte, im wahrsten Sinne des Wortes „verdammte“ Pflicht: Eine spielt den berühmt-berüchtigten tiefen Klangbrei, eine produziert diese nicht wesentlich höheren bittersüßen Melodien, für die ich diese Musikrichtung so liebe und schmeichelt sich, mal sanft, mal bestimmter ins Herz, um es dann von innen zu zerreißen. Verzweiflung kann so schön sein.

Bei der Liedlänge ist klar, dass die CD mit nur sechs Songs auskommt, die sich nicht wesentlich voneinander unterscheiden. Die bisherige Beschreibung dürfte klar gemacht haben, dass es sich hier um Doom Metal im klassischsten Sinne handelt, der nicht nur leicht an die alten MY DYING BRIDE erinnert, sondern auch den Vergleich mit diesen nicht zu scheuen braucht, abgesehen davon, dass innovative Elemente weitgehend fehlen – und vermutlich auch fehl am Platz wären. Wer auf diese Musikrichtung steht: Her mit der Scheibe!

Anspieltipps: The Words That Crawled, My Sullen Sulcus