THE SULLEN SULCUS Review

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Mourning Beloveth 'The Sullen Sulcus'

Mit zitternden Händen sah man mich eines Tages im Dezember an meinem Briefkasten fummeln. Wenn die Post denn nicht völligen Unsinn gebaut hat, mußte die neue Mourning Beloveth angekommen sein. Und ja! sie war da... Nichts wie ab zum CD-Player, den Umschlag aufgerissen und die CD in den Schacht gelegt! UND JA!!! Schon die ersten Takte von "The Words that Crawled" versprachen das, was kaum einen Doomster ruhigbleiben läßt! Langsam, schwer, schleppend bewegt sich das zweite Album der irischen Übergötter aus den Boxen. Einzigartig, was The Sullen Sulcus in sich birgt. Zu vergleichen allerhöchstens mit den Anfängen Anathema's oder zeitweise My Dying Bride, sind sie doch etwas, das jeder Beschreibung spotten läßt. Die Kraft, die in dieser Musik liegt, sucht wahrhaft seinesgleichen. Eine Heaviness der Melancholie, und doch versprühen Mourning Beloveth das Gefühl tiefster Zufriedenheit und Harmonie. Völlig losgelöst von der Welt ringsum, wird ein eigenes Universum erbaut, die Regeln des Alltags außer Kraft gesetzt und neu definiert. Unvergleichlich sind die Melodien, die Emotionen, die in diesen 6 Liedern freigesetzt werden. Unvergleichlich ist auch die Natürlichkeit, mit der der Doom umgesetzt wird, ohne auch nur im Entferntesten in die Nähe bereits begangener Pfade zu geraten. Vielleicht liegt diese Perfektion, die Mourning Beloveth erreicht, wirklich an der Tatsache, daß man seit 1996 in derselben Besetzung agiert. Eine Zeit, in der zwei Demos (ein Unbetiteltes und "Autumnal Fires") und das kürzlich hier besprochene Debut "Dust" entstanden sind.The Sullen Sulcus bewegt sich durchgehend in sogar für Doom langsamen Geschwindigkeiten, was den Gitarren Zeit und Platz bietet, eine geniale Melodie nach der anderen zu durchleben. Der Gesang ist meist im Death-Stil, der jedoch sehr bewußt eingesetzt wird, und so den richtigen Kontrast zum melodiösen Singen bietet. Diesen gibt es zwar nicht allzuoft auf diesem Album, doch mit jeder einzelnen Note trifft er ins Schwarze.Ihr Menschen? Hört auf mich! Kauft diese Scheibe!! My Dying Bride haben in ihrem Metier Konkurrenz bekommen, bei der sie fast schon einpacken können! Dieses Werk ist langsamer, schwerer, perfekter, trauriger als alles, was ich bis dato gehört habe.PS. Es sei nochmal darauf hingewiesen, daß Mourning Beloveth uns mit einer Tour beehren. zusammen mit Morgion und The Prophecy geht's auf die Doomination of Europe-Tour, für die immerhin schon zwei Gigs in Deutschland feststehen, nämlich Crailsheim und Jena. Ich hoffe, es werden noch ein paar Termine mehr!!

Michael Freßmannmichael.fressmann@metalius.de

10 von
10 Punkten